Erfolgsgeschichten

Sabine Kegel
29 Jahre, 2 Kinder

Als ich das erste Mal bei dem IMBSE saß – mir gegenüber Frau Ina Woisin zum Erstgespräch – war ich 29 Jahre alt und hatte gerade meine 2. Elternzeit hinter mir. Meine Kinder, zwei Jungs, waren zu diesem Zeitpunkt 2,5 und 1 Jahr alt.

Nach meinem Abitur absolvierte ich ein Freiwilliges Soziales Jahr und studierte danach im Bakkalaureus Artium Soziologie und Kommunikationswissenschaften und schloss gleich einen Master oft Arts in Management im Sozial- und Gesundheitswesen an. Da ich einen guten Abschluss mit einer sehr guten Abschlussarbeit hatte, habe ich mir eigentlich keine Sorgen bezüglich des Themas Arbeitssuche gemacht, aber weit gefehlt. Da ich in den ersten 6 Monaten nach meinem Abschluss nichts fand, beschlossen mein Mann und ich erst einmal die Familienplanung anzugehen – Karriere kann ich ja immer noch machen (so der Plan). So kam im November 2013 unser Sohn Benjamin zur Welt und im Mai 2015 Florian. Nach 2,5 Jahren durchgängiger Elternzeit mit 2 Kindern wollte ich endlich wieder arbeiten. Ich bewarb mich nicht nur während der Schwangerschaften, sondern auch als die Kinder klein waren weiter, aber ohne Erfolg. Das mag auch daran liegen, dass ich gern in den Bereich Prävention und Betriebliches Gesundheitsmanagement wollte und hier der Arbeitsmarkt nicht wirklich viele vakante Stellen anbot. Und die, die offen waren, verlangten eine mindestens 3-jährige Berufserfahrung, die ich leider nicht vorweisen konnte.

Nach einer Weile flatterte ein Brief vom Jobcenter mit einer Einladung zu einem Gespräch meiner derzeitigen Situation in den Räumen der IHK herein. Da ich jeden Strohhalm ergreifen wollte, ging ich zu diesem Termin und stellte fest, dass es sich um eine Jobmesse handelte. Leider gab es für meinen Bereich nichts, und ich lief enttäuscht durch die Räume. Da ich unsicher war und nicht so Recht wusste wohin mit mir, war es auch nicht gerade hilfreich, dass ich von niemandem aktiv angesprochen wurde. Selbst habe ich mich gar nicht so recht getraut.

Dann stieß ich auf den Stand des IMBSE, der mich als Mutter zweier Kinder ansprach, weil dort Malbücher und Stifte auslagen und, wenn ich mich recht erinnere, mich Frau Raumann freundlich anlächelte und begrüßte. Nach einem kleinen Gespräch wurde ich dazu eingeladen, Kontakt mit dem IMBSE per Telefon aufzunehmen und vereinbarte einen Termin zum Erstgespräch mit Frau Woisin.

Zwischenzeitlich waren die Bewerbungen immer noch erfolglos und so ging ich schon leicht frustriert und demotiviert zu meinem Erstgespräch und dachte mir: „Es kann ja nicht schaden.“

Geschadet hat es auch auf keinen Fall – ganz im Gegenteil. Ich bekam so die Möglichkeit während der Mittwochstermine von anderen Teilnehmerinnen zu erfahren, dass ich nicht die einzige bin, die trotz eines guten Abschlusses keine Arbeit fand. Allein diese Erkenntnis schaffte eine riesen Last von meinen Schultern. Zudem kurbelten die Seminare bzw. Gruppencoachings und der Austausch mit den anderen Teilnehmerinnen meine Motivation und mein Selbstbewusstsein wieder an. Denn nichts leidet in so einer Zeit, in der scheinbar niemand einen einstellen möchte mehr, als das eigene Selbstbewusstsein. Aber dank des IMBSE lernte ich nicht nur welche Stärken ich vorweise und wie ich sogar meine Schwächen positiv darstellen kann, sondern auch wie wertvoll ich als Mensch bin und auch die Erfahrungen, die ich bis dahin als Mutter gesammelt habe und wie ich auch diese in meinen zukünftigen Beruf einfließen lassen kann. So schrieb ich voller Elan weiter fleißig Bewerbungen.

Aber auch mit Unterstützung der Mitarbeiterinnen des IMBSE musste ich mich lange gedulden und bekam nicht einmal ein Praktikum, so war auch meine Projektzeit dort geprägt von Höhen und Tiefen, die ich aber nun nicht allein durchstehen musste. Und vor allem musste ich diese ganze emotionale Last nicht komplett bei meiner Familie – vor allem meinem Ehemann – abladen.

Darüber hinaus war ich mit dem Schreiben der Bewerbungen auch nicht alleine. Schon mein Mann war mir hier eine große Hilfe, aber auch, dass jemand, der mich nicht ganz so gut kennt noch einmal einen Blick darauf warf, half ungemein. So las nicht nur Frau Woisin meine Bewerbungen Korrektur, sondern ich bekam auch von Frau Klug konstruktive Kritik, sodass ich meine Anschreiben zum Schluss perfektioniert hatte, zumindest nach meinem Empfinden.

Ich lernte während meiner Zeit bei dem IMBSE nicht nur, wie ich mich erfolgreich bewerbe und mich bei einem Gespräch gut verkaufe, sondern noch vieles mehr, was sowohl für mein Arbeitsleben, als auch drum herum wissenswert ist. So lernte ich in Gruppencoachings mit Frau Woisin, Frau Klug, Frau Leibinger und auch Frau Kielniak unter anderem viel zu den Themen „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, „Mutter-Kind-Kur“, „Stressfallen im Familienleben“, „Zeit- und Selbstmanagement“ oder auch „Gelungene Kommunikation“. Aber auch in den PWE-Online-Kursen konnte ich viel lernen und mich gut auf meine jetzige Stelle vorbereiten, so zum Beispiel in den Kursen „Sicherheit im Vorstellungsgespräch“ oder „Excel-Vertiefung“.

Aber nicht nur mir wurde geholfen, sondern auch ich konnte mit meinen gemachten Erfahrungen und dem, was ich dort gelernt hatte, anderen Teilnehmerinnen helfen und sie unterstützen. Auch jetzt versuche ich noch durch meine beruflichen Kontakte offene Stellen meines Arbeitgebers an das IMBSE weiterzuleiten, um so weiterhin zu unterstützen.

Nach fast 6 Monaten im Projekt bei der IMBSE bekam ich endlich eine Zusage bei meinem jetzigen Arbeitgeber. Auch an dieser Stelle erfuhr ich Unterstützung von dem IMBSE, denn Frau Klug ging mit mir die kritischen Punkte meines Arbeitsvertrages durch und beriet mich mit ihrer fachlichen Expertise.

Somit ging ich mit einem lachenden, aber auch einem weinenden Auge, denn durch die Regelmäßigkeit der Treffen und auch den regen Kontakt mit den Mitarbeiterinnen des IMBSE habe ich nicht nur viel gelernt und mich weiterentwickelt, sondern viele tolle Menschen kennengelernt.

Mit einigen Frauen pflege ich sogar jetzt noch Kontakt und wir unterstützen uns nicht nur im beruflichen Kontext, sondern treffen uns auch im Privaten, lassen unsere Kinder zusammen spielen und tauschen uns aus.

An dieser Stelle noch einmal ein großes DANKE an alle, die mich in meiner schwierigen Zeit unterstützt und an mich geglaubt haben, vor allem aber an Frau Raumann, Frau Leibinger, Frau Kielniak, Frau Klug und besonders Frau Woisin, die mir immer mit Rat und Tat sowie ihrer fachlichen Erfahrung zur Seite standen, und das mit so viel Freundlichkeit, Menschlichkeit und Geduld. Ich konnte mich mit all meinen Problemen an das kompetente Team der IMBSE wenden, auch wenn sie mal privater Natur waren. Das war mir eine sehr große Hilfe und Unterstützung und dafür danke ich ihnen von Herzen.




 
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